Mein Studio ist ein Luxus, den ich hier dankbar vorübergehend nutze.
Was ich mache in einem Satz: Ich erzähle über das Leben: wie es ist, wie es nicht ist und wie es sein könnte.
Warum ich keinen klassischen 9–5-Job gewählt habe: Das, was ich tue, passt nicht in die Zeit zwischen 9 und 5.
Ein Kunstwerk, von dem ich träume und das ich realisieren würde, wenn Raum, Zeit und Geld keine Rolle spielen würden: Ein Doku-Roadmovie zusammen mit meiner Freundin Michaela aus Iowa, über die alten Highways von Iowa über Oklahoma bis zum Saguaro National Park in Arizona. Thelma & Louise meets Three Billboards Outside Ebbing, Missouri meets Hiddensee von Annekatrin Hendel.
Warum ich tue, was ich tue: Weil ich gerne in Straßenbahnen und Zügen und Bäckereicafés sitze und Menschen beim Leben zugucke und ihre Geschichten danach ein wenig anders erzähle, als sie sie selbst erzählen würden.
Künstler*innen, die ich auf meiner Watchlist habe (und warum): Heike Geißler, Martin Piekar, Deborah Levy, Ivana Sajko, Lydia Davis, Nell Zink, Richard Brautigan – um nur ein paar ganz zufällig herausgegriffene zu nennen. Weil sie die Realität auf eine Art und in einer Sprache vermessen, die Zusammenhänge sichtbar macht.
Ich habe Angst vor der Trägheit, die mich und andere dazu bringt, wegzugucken und Dinge geschehen zu lassen, die wir nicht geschehen lassen sollten.
Ich weiß, dass ein Werk fertig ist, wenn … Ich weiß nicht, wann ein Werk fertig ist. Aber es gibt den Zeitpunkt, an dem ich es abgebe. Meistens, weil es dafür eine von außen gesetzte Frist gibt.
Wie stellst du dir dein Leben im Alter vor? Wann fängt das denn an, das Alter? Ich glaube, ich bin da schon drin. Respekt habe ich vor dem Tag, an dem ich mir eingestehen muss, dass ich körperlich nicht mehr selbstbestimmt und unabhängig durch den Tag komme.
Welche Rolle soll Arbeit in deinem Leben im Alter spielen?: Eine, die zu meinem Alter und meinen Möglichkeiten passt.
Wie ich begraben werden möchte und welche Worte auf meinem Grabstein stehen sollen: Grab und Grabstein sind für diejenigen wichtig, die am Leben bleiben. Ich bin das dann nicht mehr. Aber natürlich wünsche ich mir, dass Menschen gerne an mich zurückdenken.
Christine Koschmieder, Stipendiatin der Villa Concordia in Bamberg. Studiobesuch, 2026.
Mein Studio ist ein Luxus, den ich hier dankbar vorübergehend nutze.
Was ich mache in einem Satz: Ich erzähle über das Leben: wie es ist, wie es nicht ist und wie es sein könnte.
Warum ich keinen klassischen 9–5-Job gewählt habe: Das, was ich tue, passt nicht in die Zeit zwischen 9 und 5.
Ein Kunstwerk, von dem ich träume und das ich realisieren würde, wenn Raum, Zeit und Geld keine Rolle spielen würden: Ein Doku-Roadmovie zusammen mit meiner Freundin Michaela aus Iowa, über die alten Highways von Iowa über Oklahoma bis zum Saguaro National Park in Arizona. Thelma & Louise meets Three Billboards Outside Ebbing, Missouri meets Hiddensee von Annekatrin Hendel.
Warum ich tue, was ich tue: Weil ich gerne in Straßenbahnen und Zügen und Bäckereicafés sitze und Menschen beim Leben zugucke und ihre Geschichten danach ein wenig anders erzähle, als sie sie selbst erzählen würden.
Künstler*innen, die ich auf meiner Watchlist habe (und warum): Heike Geißler, Martin Piekar, Deborah Levy, Ivana Sajko, Lydia Davis, Nell Zink, Richard Brautigan – um nur ein paar ganz zufällig herausgegriffene zu nennen. Weil sie die Realität auf eine Art und in einer Sprache vermessen, die Zusammenhänge sichtbar macht.
Ich habe Angst vor der Trägheit, die mich und andere dazu bringt, wegzugucken und Dinge geschehen zu lassen, die wir nicht geschehen lassen sollten.
Ich weiß, dass ein Werk fertig ist, wenn … Ich weiß nicht, wann ein Werk fertig ist. Aber es gibt den Zeitpunkt, an dem ich es abgebe. Meistens, weil es dafür eine von außen gesetzte Frist gibt.
Wie stellst du dir dein Leben im Alter vor? Wann fängt das denn an, das Alter? Ich glaube, ich bin da schon drin. Respekt habe ich vor dem Tag, an dem ich mir eingestehen muss, dass ich körperlich nicht mehr selbstbestimmt und unabhängig durch den Tag komme.
Welche Rolle soll Arbeit in deinem Leben im Alter spielen?: Eine, die zu meinem Alter und meinen Möglichkeiten passt.
Wie ich begraben werden möchte und welche Worte auf meinem Grabstein stehen sollen: Grab und Grabstein sind für diejenigen wichtig, die am Leben bleiben. Ich bin das dann nicht mehr. Aber natürlich wünsche ich mir, dass Menschen gerne an mich zurückdenken.
Christine Koschmieder, Stipendiatin der Villa Concordia in Bamberg. Studiobesuch, 2026.